Braunschweig  Alle Fachausschüsse des Rates haben dem Kulturzentrum Westand zugestimmt. Auch die Raumaufteilung steht. Eröffnung könnte im Frühsommer 2018 sein.

Braunschweiger Zeitung vom 02.09.2016 - 19:32 Uhr
Artikel Von Florian Arnold

 

Foto:  Westand GmbHWenn alles glatt läuft, wird das Westliche Ringgebiet vom Frühsommer 2018 an ein neues Kraftzentrum der Stadtkultur. Dann soll am Westbahnhof das Veranstaltungs- und Soziokulturzentrum Westand eröffnen. Die Zustimmung des Rates am 13. September dürfte nur noch Formsache sein: Gestern hat nach dem Planungs- und dem Finanz- auch der Kulturausschuss den Plänen einstimmig zugestimmt.

Bei dem Projekt Westand arbeitet die Stadt mit privaten Investoren zusammen, Manfred Neumann und Reiner Nötzel von der Westand GmbH. Die wollen einen insgesamt knapp 80 Meter langen und gut 12 Meter hohen Neubau am Westbahnhof 13 errichten, wo heute noch eine alte Lagerhalle steht. Von dieser soll der Treppengiebel zur Straßenfront erhalten bleiben.

Den vorderen Teil des dreistöckigen Baus will die Stadt nach der Fertigstellung für mindestens zehn Jahre mieten, um dort ein soziokulturelles Zentrum einzurichten. Die Kaltmiete soll zunächst 4,50 Euro pro Quadratmeter betragen. Das ergibt bei einer Gesamtfläche von knapp 1500 Quadratmetern rund 80 000 Euro pro Jahr. Nach zehn Jahren würde die Miete auf 8 Euro steigen. Bei Neben- und Stromkosten rechnet die Stadt mit 110 000 Euro jährlich.

An den Baukosten beteiligt sich die Stadt mit 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommen 500 000 Euro für die Inneneinrichtung des soziokulturellen Zentrums.

Betreiber soll der Verein „Kufa – Kultur für alle“ werden und dafür jährlich 150 000 Euro erhalten. Vorsitzender Markus Wiener, 48, stellte gestern kurz die geplante Raumaufteilung vor: Im Erdgeschoss ist ein Saal für rund 200 Besucher vorgesehen, samt einer Galerie im ersten Stock. Zudem ist ein Bistro samt Außensitzen geplant.

In den oberen beiden Stockwerken sollen zwei größere Multifunktionssäle, diverse Gruppen- und Büroräume, eine Kunstgalerie sowie ein Ton- und ein Filmstudio entstehen. „Alle Räume können zu fairen Preisen von Gruppen angemietet werden“, so Wiener.

Den hinteren Gebäudeteil will die Westand GmbH selbst einrichten und betreiben. Herzstück wird ein Veranstaltungssaal für etwa 800 Besucher, ebenfalls mit einer Galerie im ersten Stock.

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